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MAV Gruppe investiert unter der Leitung von Christian Knepperges rund 3,5 Millionen Euro in einen Umbau der Rostaschenaufbereitungsanlage am Standort Krefeld

08.01.2020

 

Nach einem Monat Umbau und mit einer Gesamtinvestition von rund 3,5 Mio. € hat die MAV Mineralstoff -Aufbereitung
und -Verwertung GmbH
am Standort Krefeld im Dezember 2019 ihre Aufbereitungsanlage für Hausmüllverbrennungsasche erfolgreich wieder in Betrieb genommen. Im Kern des Umbaus stand die Erweiterung der Anlage um die sogenannte MERIT®-Technologie.

 

Effektivere Metallrückgewinnung

Die MAV-Gruppe bereitet pro Jahr bis zu 1 Mio. t Hausmüllverbrennungsasche von über 10 nationalen und internationalen Müllverbrennungsanlagen auf, welche im Anschluss als güteüberwachte Ersatzbaustoffe der Marke granova vermarktet werden. Bereits seit Mai 2017 betreibt das Unternehmen in Erftstadt eine Anlagenerweiterung auf Basis der MERIT®-Technologie. Diese überzeugt gegenüber herkömmlichen trockenmechanischen Aufbereitungsverfahren mit einer deutlich erhöhten Austragungsrate im Bereich der feinkörnigen NE-Metalle – bei gleichzeitig stabilem, wartungsarmem Anlagenbetrieb. In Krefeld wurde nun eine weiterentwickelte Version dieser Technologie umgesetzt, die nochmals eine messbare Steigerung des Metallaustrags erreicht.

 

Automatisiertes Management der Schüttguthalden zur Vermeidung von Staubemissionen

Zusätzlich wurde die Aufbereitungsanlage mit einem modernen, maßgefertigten Haldenbandsystem ausgestattet, das über eine automatisierte Steuerungstechnik den verfügbaren Lagerplatz bestmöglich ausnutzt und gleichzeitig durch die konstant niedrige Bandabwurfhöhe, die Kapselung der Förderbandstrecke und den gezielt bewässerten Abwurf einen nahezu emissionsfreien Betrieb ermöglicht.

 

Anlagensteuerung nach Stand der Technik

Im Zuge des Umbaus wurde zudem die Elektrik einschließlich der Steuerungstechnik der gesamten Rostaschenaufbereitungsanlage vollständig erneuert. Sämtliche Produktionsdaten werden direkt in der zentralisierten Steuerungstechnik erfasst und automatisiert verarbeitet. Hierzu zählen beispielsweise Daten von Wiegesystemen, intelligenten Bildsensoren zur Produktionsüberwachung (z. B. zur Ermittlung des Verschmutzungsgrades von Siebmatten), (zentralen) Schmiersystemen und ein digitales System zum Wartungsmanagement. Auf diese Weise ist eine optimale Kontrolle und Steuerung der Produktion möglich, was sich in reduzierten Betriebskosten und einem erhöhten Wertstoffaustrag messen lässt.

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Christian Knepperges als Autor in der World of Metallurgy - ERZMETALL
World of Metallurgy - ERZMETALL 67 (2014) No. 2, GDMB Verlag GmbH, www.gdmb.de, 2014

 

Forschung

Der Einsatz von NE-Metallfraktionen aus Müllverbrennungsrostaschen (MV-Rostaschen) in der Metallurgie ist neben unerwünschten metallischen Begleitelementen insbesondere aufgrund mineralischer Verunreinigungen limitiert. Im vorgestellten VeMRec-Projekt (Projektkoordination  durch MAV Mineralstoff-Aufbereitung und -Verwertung GmbH, vertreten durch Herrn Christian Knepperges) werden durch eine mechanische Konditionierung mittels selektiver Zerkleinerung und anschließender Siebklassierung diese mineralischen Verunreinigungen abgeschlagen und entfernt. Eine sensorgestützte Sortiereinheit basierend auf dem Prinzip der Röntgentransmission erzeugt aus den NE-Metallkonzentraten der MV-Rostasche eine Leicht- und eine Schwergutfraktion.

Im vorliegenden Bericht wird der Einfluss der mechanischen Konditionierung auf die metallurgische Verwertbarkeit der Leicht- sowie Schwergutfraktion vorgestellt. Das Leichtgut wird in einer Salzbadschmelze mit Zentrifuge, das Schwergut in einem Kaltwand-Induktionsofen unter Entfernung des metallischen Zinkanteils (durch Vakuumdestillation) geschmolzen. Die erhaltenen Metallreguli werden analysiert und hinsichtlich der Verwertbarkeit der zur Verfügung gestellten Leichtgut- und Schwergutfraktionen bewertet.

Den vollständigen Artikel können sie hier herunterladen:

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Mitentwicklung und erfolgreiche Integrierung der MERIT® Aufbereitungstechnologie in eine Aufbereitungsanlage
Christian Knepperges als Mitentwickler der MERIT® Technologie der Remex Mineralstoff GmbH im Interview

Entwicklung und Anlagenbau

Für die Remex Mineralstoff GmbH hat Herr Knepperges mit seiner Abteilung die Entwicklung der MERIT® Aufbereitungstechnologie zur Verbesserung der NE-Metallrückgewinnung aus Rostaschen gemeinsam mit HEROS Sluiskil B.V. vorangetrieben und als Projektleiter diese neue Technologie erstmals in einer Rostaschenaufbereitungsanlage erfolgreich integriert. Hierdurch wurde das NE-Metallausbringen der optimierten Aufbereitungsanlage wesentlich erhöht ohne die Baustoffeigenschaften der mineralischen Fraktionen negativ zu beeinträchtigen.

 

Zum Interview mit Christian Knepperges auf der Internetpräsenz der Remex Mineralstoff GmbH sowie für weitere Informationen zu der neuen Aufbereitungstechnologie hier:

 
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12. DepoTech Konferenz, 2014, Österreich, www.recydepotech.at

12. DepoTech Konferenz, 2014, Österreich, www.recydepotech.at
 
Forschung

Innerhalb des VeMRec-Vorhabens (Projektkoordination durch MAV Mineralstoff-Aufbereitung und -Verwertung GmbH, vertreten durch Herrn Christian Knepperges) wird die Aufbereitung von NE-Metallkonzentraten aus Müllverbrennungsrostaschen untersucht. Mit einer innovativen Verfahrenskombination werden direkt verhüttungsfähige Produkte aus den NE-Metallkonzentraten gewonnen. Eine eigens am Standort einer bestehenden Rostaschenaufbereitungsanlage errichtete Pilotanlage umfasst neben Klassier- und Fördertechnik im Wesentlichen eine Zerkleinerungsstufe und eine sensorgestützte Sortiereinheit basierend auf dem Wirkprinzip der Röntgentransmission (XRT). Nach Probebetrieb kann die realisierte Aufbereitungslinie der Pilotanlage mit dem Werkzeug der Modellierung bewertet und Verbesserungspotentiale ermittelt werden. Darüber hinaus wird durch gezielte Versuche mit zusätzlichen Aggregaten eine Erweiterung der bestehenden Prozesskette virtuell vorgenommen. Mithilfe einer anschließenden Simulation verschiedener Verfahrenskombinationen lässt sich eine eindeutige Handlungsempfehlung zur Steigerung des Wertstoffausbringens ableiten.

 

Gemeinsam mit:

  • Dipl.-Ing. Stefan Heinrichs

  • Dipl.-Ing. David Rüßmann

  • Prof. Dr.-Ing. Thomas Pretz

Das Paper zu dem Vortrag können Sie hier herunterladen:

Pilotanlage zum VeMRec Forschungsvorhaben

Pilotanlage zur Konditionierung und Sortierung von NE-Metallkonzentraten aus Rostaschenaufbereitungsanlagen
 
Forschung

Die Anlage ermöglicht es die NE-Metallkonzentrate für Versuchszwecke automatisiert und im Industriemaßstab in verschiedenen Verfahrenskombinationen aufzubereiten. Hierbei kommen bei einem Materialdurchsatz von bis zu 5 t/h Verfahren der selektiven Zerkleinerung, der Klassierung und schließlich der sensorgestützten Sortierung zum Einsatz. Die Pilotanlage ist nur ein Teil der breit gefächerten Versuchsreihen zur mechanischen Aufbereitung und metallurgischen Verwertung von NE-Metallkonzentraten aus der Rostaschenaufbereitung innerhalb des VeMRec Projektes.

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Entwicklung einer praxisnahen Analysemethode für ein Nichteisenmetallkonzentrat aus der Rostaschenaufbereitung

Diplomarbeit von Christian Knepperges an der RWTH Aachen University

 

Quelle: 2012, I.A.R. Institut für Aufbereitung und Recycling, RWTH Aachen

 

Forschung

In der Bundesrepublik Deutschland wird ein Großteil des Hausmülls in Müllverbrennungsanlagen (MVA) behandelt. Der Hausmüll durchläuft hierbei einen Verbrennungsprozess, bei dem anschließend unter anderem feste Abfallstoffe anfallen. Der Hauptmassenanteil des MVA-Outputs machen Verbrennungsrückstände aus dem Feuerraum aus, die sogenannten Rostaschen.

Die Rostaschen erfahren nach einer Lagerzeit, in der sie chemische Prozesse durchlaufen, eine Behandlung in Aufbereitungsanlagen - den sogenannten Rostaschenaufbereitungsanlagen. Hierbei werden durch Klassier- und Sortierprozesse verschiedene Stoffströme erzeugt. Der Stoffstrom mit dem größten wirtschaftlichen Wert und somit das wichtigste Nebenprodukt der Rostaschenaufbereitung sind die Fraktionen, in denen die Nichteisenmetalle (NE-Metalle) angereichert sind - die sogenannten NE-Metallkonzentrate. Diese werden vermarktet.

Inhalt dieser Arbeit ist die Entwicklung einer praxisnahen Analysemethode für die oben genannten NE-Metallkonzentate. Für die Erzeuger der NE-Metallkonzentrate wäre es von Vorteil in kurzer Zeit und mit geringem Aufwand die Eigenschaften der Stoffströme in Bezug auf den NE-Metallgehalt feststellen zu können, da sie dadurch zum einen den Output der Aufbereitungsanlagen regelmäßig überwachen sowie Änderungen im Aufbereitungsprozess zeitnah feststellen können und zum anderen den wirtschaftlichen Wert der erzeugten NE-Metallkoznentrate abschätzen können. Häufig fehlt eine solche Überwachung in der Rostaschenaufbereitung.

Diese Arbeit entstand im Rahmen einer Tätigkeit bei der MAV Mineralstoff-Aufbereitung und -Verwertung GmbH. Die Arbeit unterliegt einem Sperrvermerk und darf daher nicht veröffentlicht werden.

 
 

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